Bist du häufig gestresst und das laugt dich aus? Dann kann Rosenwurz die natürliche Lösung für deinen Stress sein.
Rosenwurz, auch bekannt unter dem Namen Rhodiola rosea, wirkt gegen stressbedingte Ermüdungserscheinungen.
INHALTSVERZEICHNIS
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1. WAS IST ROSENWURZ?
Rosenwurz (Rhodiola rosea) gehört zu den bekanntesten Pflanzen, wenn es um die Linderung von stressbedingten Symptomen geht. Es handelt sich um eine ausdauernde Pflanze, deren gelbe Blüten du vielleicht schon einmal bei einer Wanderung in Schweden oder Finnland gesehen hast.
Aber Rosenwurz wächst auch in den kalten Gebirgsregionen Chinas und Russlands, wo man sie in Felsspalten auf hoher Seehöhe entdecken kann.
Heute entstehen immer mehr landwirtschaftliche Anbauversuche von Rosenwurz, da die wertvollen Eigenschaften ihrer Wurzel immer mehr Anerkennung finden.
In der Schweiz waren erste Versuche bereits erfolgreich und ermöglichen nun die Nutzung von Rosenwurz als Arzneipflanze und Nahrungsergänzungsmittel. Tatsächlich wird Rhodiola rosea bereits seit mehreren Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet. Bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln auf Rosenwurz-Basis wird der Wirkstoff in einem präzisen Verfahren aus der Wurzel extrahiert. Der so gewonnene Rosenwurz-Extrakt wird anschließend in das Endprodukt eingearbeitet.
In Russland und China werden vor allem die Blätter der Rosenwurz verzehrt, mit Gemüse gemischt oder als Tee mit heißem Wasser aufgegossen. Letzteres ist die weitestverbreitete Anwendung, bei der auch Extrakt aus der Rosenwurzwurzel aufgegossen wird.
Der blumige Name der Rhodiola rosea stammt übrigens von dem Rosenduft, den ihre Wurzel verströmt, sobald man sie reibt. Seit einigen Jahren entdecken immer mehr Länder die einzigartigen Wirkstoffe der Rosenwurzwurzel und lassen Arzneimittel auf Basis ihres Extrakts zu. In Deutschland sind wir leider noch nicht so weit.
2. ROSENWURZ GEGEN STRESS – DIE WIRKUNG VON ROSENWURZ
Rhodiola rosea enthält zahlreiche Wirkstoffe. Ihre Wurzel ist vor allem für ihre starken adaptogenen Eigenschaften bekannt. Was verstehen wir genau darunter?
Der Begriff „Adaptogen“ existiert seit 60 Jahren und wurde von dem russischen Wissenschaftler Nikolai Lazarev geprägt. Dieser entdeckte, dass bestimmte Pflanzen in der Lage sind, eine Anti-Stress-Wirkung zu entfalten. Diese Pflanzen, die zusammenfassend als „adaptogene Pflanzen“ bezeichnet werden, tragen dazu bei, das Gleichgewicht des Körpers und des Organismus aufrechtzuerhalten.
Dieses Gleichgewicht (oder Homöostase) wird durch die Steuerung verschiedener Regulationsprozesse des Körpers aufrechterhalten. Dazu gehören beispielsweise der Hormonhaushalt, die Körpertemperatur, die Blutzirkulation usw. Je geschwächter diese Homöostase des Körpers ist, desto anfälliger sind wir für Krankheiten.
Auf der Suche nach diesem Gleichgewicht ist Stress unser größter Feind. Je gestresster wir nämlich sind, desto weniger ist unser Körper in der Lage, ausreichend Energie aufzubringen, um die Homöostase aufrechtzuerhalten.
Eine im Fachjournal Alternative Medicine Review veröffentlichte Studie hat sich eingehend mit Rosenwurz-Wurzelextrakt und seiner adaptogenen Wirkung beschäftigt [1]. Sie bestätigt, dass Rosenwurz die Homöostase positiv beeinflussen kann!
Interessiert dich dieses Thema und möchtest du wissen, welche anderen Pflanzen außer Rhodiola rosea noch eine Anti-Stress-Wirkung haben? Dann lies gerne diesen Artikel, um weitere spannende Fakten über adaptogene Pflanzen zu erfahren!
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3. ROSENWURZ, BEKANNT DAFÜR, MÜDIGKEIT ZU BEKÄMPFEN UND DAS LEISTUNGSLEVEL WIEDERHERZUSTELLEN
Rosenwurz ist wahrscheinlich die bekannteste adaptogene Pflanze bezüglich ihrer Anti-Stress-Wirkung. Langfristig soll sie die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber Stress verbessern, indem sie die Ausschüttung von Cortisol, dem Stresshormon, begrenzt.
Aber Rosenwurz-Extrakt kann uns auch kurzfristig beim Umgang mit Stress helfen. So trägt dieser pflanzliche Stoff nicht nur dazu bei, unseren Körper von innen heraus zu stärken, sondern auch die Symptome von Stress im Hier und Jetzt zu lindern.
Früher oder später laugt uns Stress aus. Die damit verbundenen Symptome sind sowohl körperlicher als auch mentaler Natur und reichen von starker Erschöpfung bis hin zu Konzentrationsschwäche.
Eine Studie der Abteilung für Neurologie der Medizinischen Universität Armenien untersuchte den Zusammenhang zwischen Rhodiola rosea und Stresssymptomen [2].
In dieser Doppelblindstudie wurde 56 gesunden Probanden Rosenwurz verabreicht. Die Ergebnisse zeigten, dass der Pflanzenstoff die Müdigkeit in Stressphasen signifikant lindern konnte. Die Studie scheint somit zu belegen, dass Rosenwurz-Extrakt erheblich dazu beitragen kann, Stresssymptome zu bekämpfen.
Eine Studie der Abteilung für Psychologie der Universität Uppsala untersuchte ebenfalls die Beziehung zwischen Rhodiola rosea und Stresssymptomen [3]. Die hierfür gezielt ausgewählten Probanden litten unter stressbedingter Müdigkeit.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Rosenwurzwurzel durch ihre Anti-Stress-Wirkung den Probanden half, ihre Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Allgemein wurden ihre mentalen Leistungen gefördert und insbesondere ihre Konzentrationsfähigkeit gestärkt.
Andererseits konzentrierte sich eine Studie der Abteilung für Klinische Pharmakologie in Jerewan (Armenien) auf den Zusammenhang zwischen der adaptogenen Pflanze und der mentalen Leistungsfähigkeit [4].
Diese weitere Doppelblindstudie zeigte, wie die Rosenwurzwurzel durch Stress beeinträchtigte Fähigkeiten wiederherstellen oder sogar verbessern konnte. Die Probanden, die Rosenwurz erhalten hatten, erwiesen sich bei stressigen Kognitionstests als aufmerksamer und schneller im Vergleich zur Placebogruppe.
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4. ROSENWURZ GEGEN DEPRESSIONEN?
Schließlich gibt es noch eine eher unbekannte Eigenschaft von Rhodiola rosea, die selten erwähnt wird. Rosenwurz ist nämlich nicht nur bei der Bekämpfung von Stress wirksam, sondern auch bei Depressionen bzw. Antriebslosigkeit [5].
Tatsächlich wurde festgestellt, dass Rhodiola rosea Apathie mildern kann. Die durchgeführte Studie verglich die Wirkung von Rosenwurz mit der deutlich stärkere Wirkung chemischer Antidepressiva, wobei Letztere jedoch spürbare Nebenwirkungen aufwiesen. Rosenwurz erwies sich im Gegenzug als nebenwirkungsfrei.
Im Klartext: Der Wurzelextrakt von Rhodiola rosea ist in der Lage, den Abbau von Serotonin, dem Wohlfühlhormon, und anderen Botenstoffen zu hemmen. Zur Erinnerung: Ein Absinken des Serotoninspiegels verursacht Erschöpfung und Antriebslosigkeit.
Rosenwurz besitzt die Kraft zu verhindern, dass dieser Botenstoff in unserem Gehirn abgebaut wird, und könnte somit einen positiven Effekt auf unsere Stimmung haben. Kombiniert mit anderen wertvollen Pflanzenstoffen für die Serotoninproduktion könnte Rosenwurz unser Wohlbefinden erheblich steigern.
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Folgende Eigenschaften werden Rosenwurz zugeschrieben:
- Sie bekämpft Stresssymptome wie Erschöpfung und Konzentrationsmangel
- Sie spendet Energie und wirkt stimulierend
- Sie erhöht als Adaptogen die Stresstoleranz durch ihre langfristige Anti-Stress-Wirkung
- Sie stärkt den Organismus und schützt ihn vor neuen Belastungen
- Sie stellt mentale Leistungen wieder her und verbessert sie
- Sie hat eine antidepressive Wirkung, indem sie dem Abbau von Serotonin vorbeugt
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5. EINNAHME UND NEBENWIRKUNGEN VON ROSENWURZ
Wie und in welcher Form sollte man Rosenwurz einnehmen? Sollte man sie als Extrakt, Tee oder Kapseln kaufen? Die richtige Entscheidung bezüglich der Konsummethode von Rosenwurz zu treffen, ist relativ einfach.
Um von allen Wirkungen der adaptogenen Pflanze zu profitieren, ist es essenziell, ein hochwertiges Produkt zu wählen. Die Dosierung und Qualität der Rosenwurzwurzel in den auf dem Markt erhältlichen Präparaten kann sehr unterschiedlich sein.
Zudem reicht es nicht aus, sich nur auf die angegebenen Mengen zu verlassen, da bei Rosenwurz-Produkten die Kombination der Inhaltsstoffe entscheidend ist.
Generell sollte jedoch eine Tagesdosis von 300 mg Rosenwurz-Extrakt nicht überschritten werden. Nebenwirkungen sind ein weiteres wichtiges Thema, und man muss mit mindestens zwei Wochen Einnahme rechnen, bevor der Pflanzenstoff seine positiven Eigenschaften entfalten kann.
Die Studie der Medizinischen Universität Armenien zeigte unter anderem, dass Rosenwurz keine direkten Nebenwirkungen hatte. Die einzige Empfehlung lautet, Rosenwurz-Ergänzungen nicht direkt vor dem Schlafengehen einzunehmen, da sie eine stimulierende Wirkung haben und das Einschlafen verzögern könnten.
6. QUELLEN
[1] https://www.altmedrev.com/publications/6/3/293.pdf
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11081987
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19016404
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20374974
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25837277

